Ein unsichtbares Problem:

Luftschadstoffe

Die Menschheit rückt zusammen, Ballungszentren verdichten sich und Städte wachsen stetig.

Das bedeutet auch, dass sich die Luftschadstoffe im urbanen Bereich konzentrieren. Anders als Abwasser oder Abfall, können wir die steigende Luftverschmutzung nicht wahrnehmen. Das macht diese zu einer der am meisten unterschätzten Gesundheitsrisiken.

Ein Mensch atmet jeden Tag etwa 10 000 L Luft.

Aus diesem Grund stuft die World Health Organisation bereits seit 2014 Luftverschmutzung als eines der größten Gesundheitsrisiken weltweit ein.

 

Selbst in Städten mit starker Außenluftbelastung kann die Innenluft bis zu 10x höhere Schadstoffkonzentrationen aufweisen. Immer mehr Gebäude werden mit künstlicher Ventilation ausgestattet, welche die Luft recycled, um Energie einzusparen. Die Frischluftrate wird dabei aus energetischen Gründen minimiert. Das führt gleichzeitig zur Aufkonzentrierung von Schadstoffen innerhalb der Räume.

Insbesondere im Zeitalter immer energieeffizienterer Gebäude ist die Luftverschmutzung in Innenräumen und Büros ein immer wichtigeres Thema.

Unsere heutigen Städten werden immer noch durch eine fossil-getriebene Infrastruktur betrieben. Dies bedeutet weiterhin eine Luftbelastung durch urbane Verbrennungsprozessen. Beiprodukte, wie Formaldehyd, Stickoxide und Kohlendioxid reichern sich so insbesondere in der Stadt an.

Ebenso stellen Partikel, Schwefeldioxid und Ozon eine Gefahr da. Urbanen Luftschadstoffe sind wir täglich ausgesetzt.

Luftschadstoffe sind allgegenwärtig.

Tendenz steigend.

Raumluft

Volatile Organische Kohlenstoffverbindungen (VOC) beeinhaltet viele Vertreter von synthetischen Stoffen, die schwereigende Atemwegerkrankung hervorrufen können. Zu den häufigsten Vertretern gehören Formaldehyd, Benzene, Naphthalene, Acetaldehyd, Toluelene, Tetrachlorethylene und viele mehr.

Bereits in sehr geringen Konzentrationen [µg/m³] können diese Stoffe eine Vielzahl von Gesunheitseffekten haben. Dazu gehören: Atemwegserkrankungen, Augenirritation, Immunologische und Neurologische Effekte sowie Leukämie, Leber und Hodenkrebs.

Hauptquelle für diese Stoffe im Innenbereich sind schlechte Baumaterialien, Lacke und Farben, Möbiliar sowie Putzmittel.

Feinstaubpartikel haben diverese Effekte auf die Gesundheit.

So können bestimmt Partikelgrößen sogar die Lungen-Blutbarriere durchschreiben. 

Laut einer Studie scheinen Partikel sogar die Fötus-Plazentas-Mutter Barriere zu überwinden, was Einfluss auf die kognitive Entwicklung von Kindern sogar vor Geburt haben kann. Hier eine neue Studie, welche den Thyroid-Level in Ungeborenen untersucht und in Zusammenhang mit Luftverschmutzung bringt. (bearbeitet)

Thyroid is ein Hormon, dass seit längerem bekannt ist einen kritischen Einfluss auf die kognitive Entwicklung von Ungeborenen zu haben.

Erhöhte Konzentrationen an CO2 reduzieren die kognitive Leistung und führen zu Kopfschmerzen, Schwindel- sowie Müdigkeitsgefühlen

Insbesondere in Büros, Veranstaltungs- und Meetingräumen sind erhöhte CO2 Konzentrationen häufig.

Bereits ab moderaten Konzentrationen von 1000-2500 ppm verschlechtert sich die kognitive Leistungsfähigkeit um bis zu 44- 94 %.

Stickstoffdioxid reizt die Atemwege und kann Atemswegserkrankungen verursachen oder auch verschlimmern. Quelle sind Verbrennungsprozesse, wie beispielsweise Gasherde oder Außenluft.

Eine Metaanalyse ergab, dass bei einem erhöhten Wert von 28 µg/m², dass das Risiko an Atemwegserkrankungen zu erkranken um 20% steigt. 

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Stadtluft

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Eine natürliche Lösung:

Mikroalgen

Mikroalgen sind in der Lage Luftschadstoffe wie Kohlenstoffdioxide und Kohlenstoffmonoxid zu fixieren und unschädlich zu machen. Unsere derzeitigen Erkenntnisse zeigen, dass insbesondere Mikroalgenbiofilme sich ebenso eignen Stickoxide aufzunehmen. Derzeit arbeiten wir an der Weiterentwicklung unseres Mikroalgen-Biofilterkonzepts, um auch die Filtration von VOCs und SO2 zu testen.

In Biofiltern arbeiten Mikroalgenbiofilme energiearm und eignen sich für die Abreinigung von geringen Konzentrationen. Sie bieten somit ein enormes Potential für die urbane und biologische Luftreinigung. Zudem können sie an Fassaden platzsparend und effektiv angebracht werden.

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